Artikel in der Metall Aktuell Ausgabe 1 Januar 2012
Eine Achterbahn begehen und erleben kann man seit dem 12. November 2011 auf der 86 Meter hohen Heinrich-Hildebrand-Höhe im Duisburger Süden. Kunst im öffentlichen Raum zum Anfassen – unter diesem Aspekt kreierten die Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth die „Tiger & Turtle Magic Mountain“.
90 Tonnen Stahl wurden von der Nottulner Firma Montage + Anlagenbau Gründken GmbH an diesem von Schwerindustrie geprägten Standort in unmittelbarer Nähe zum Hüttenwerk Krupp-Mannesmann verbaut. Wobei zuvor 19 Einzelelemente in Nottuln gefertigt wurden und per Tieflader ins Ruhrgebiet gingen. Nach 8 Wochen Montagearbeiten konnte dann Mitte September das letzte und gleichzeitig spektakulärste Bauteil, der 5 Tonnen schwere Looping, eingepasst werden. 17 Stützen sorgen für den sicheren Stand der 22 Meter hohen Landmarke.
„Eine ganz besondere Herausforderung war es, die künstlerischen Vorgaben in Stahl umzusetzen. Dieses ist uns Dank guter Zusammenarbeit mit allen Beteiligten super gelungen. Dann die Teile dreidimensional so zusammen zu fügen, dass sie millimetergenau auf den Stützen platziert werden konnten, war mit unserem Montageteam ein weiteres Highlight.“ erklärt Uwe Gründken von der M + A Gründken GmbH. „Und die Resonanz ist riesig. Selbst in Frankfurt oder Köln wird man auf dieses Kunstprojekt angesprochen.“ Besucher können nun den Windungen der rund 200 Meter langen Achterbahn in 2 Richtungen folgen und die umgebende Landschaft aus immer neuen Perspektiven wahrnehmen. Am Looping hindert ein Geländer am weiterkommen. Ein Besuch ist auch bei Nacht möglich, da der Handlauf mit circa 880 LED-Panelen automatisch beleuchtet wird.
Für Firma Gründken, mit ihren rund 30 Mitarbeitern, war der Bau dieser Großskulptur ein weiterer Meilenstein in ihrer Firmengeschichte.


